Der Mensch steht im Mittelpunkt

Hauswirtschaft, Sozial- und Pflegeassistenz - Dienstleistungen der Zukunft

Hauswirtschaft, Sozial- und Familienpflege sowie die Pflegeassistenz - drei Bereiche mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Doch eines haben sie gemeinsam. Die zuständigen Koordinatoren Daniela zur Kammer und Stephan Kaltenstein formulieren es so: "Die Personen, mit denen man es zu hat, werden als Individuen betrachtet und individuell versorgt und betreut."

"Die Personen" sind für die Schüler der Sozialassistenz die Kleinsten. Nach der zweijährigen Ausbildung sind die Sozialassistentinnen und -assistenten befähigt, in sozialpädagogischen Einrichtungen wie Kindergärten und -heimen tätig zu sein. Die Ausbildung ist außerdem Voraussetzung für eine weitere Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher.

Eine ganz andere Zielgruppe, nämlich vorwiegend die Senioren, haben die Absolventen der Pflegeassistenz im Sinn. Sie erwerben ebenfalls nach zwei Jahren den Berufsabschluss "Pflegeassistenten und -assistentinnen". Ihr Tätigkeitsfeld ist vorwiegend in der Altenpflege, aber auch in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Heilerziehungspflege zu sehen. In diesem Jahr sind erstmals Absolventinnen dieses an den Berufsbildenden Schulen (BBS) noch jungen Ausbildungsganges fertig geworden. Stephan Kaltenstein merkt mit Stolz an: "Alle haben einen Arbeitsplatz gefunden."

Geht es um das Alter der zu betreuenden Personen, hat der Bereich Hauswirtschaft sicherlich die größte Bandbreite aufzuweisen. Denn ausgebildete Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter sind nicht nur in Privathaushalten tätig, in denen sie sich um die jüngsten Haushaltsmitglieder kümmern, sondern auch Großküchen, Hotels ebenso wie Wohngruppen für Senioren und Demenzkranke gehören zu ihren Tätigkeitsfeldern.

Vielseitigkeit ist also gefragt und das gilt auch für die Sachinhalte: Fragen der Ernährung und des Umweltschutzes bei der Haushaltspflege spielen ebenso eine Rolle wie technisches und wirtschaftliches Verständnis.

Bersenbrücker Schülerinnen scheinen da nicht schlecht aufgestellt. Immerhin stellte man vor drei Jahren die deutsche Vizemeisterin im hauswirtschaftlichen Wettbewerb, und eine ganze Klasse wurde nach einer gelungenen Präsentation zum Thema "Fit und gesund" von einer Staatssekretärin zur Grünen Woche nach Berlin eingeladen. Für entsprechende Interessentinnen hält die BBS Bersenbrück verschiedene Berufsfachschulen - auch für Realschüler - vor. Und wer sich nicht sicher ist, ob es in die hauswirtschaftliche oder pflegerische Richtung gehen soll, ist mit dem Besuch der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege gut beraten. Hier wird ein Einblick in beide Tätigkeitsfelder gewährt.

Für Interessierte lohnt sich am Samstag ein Besuch der BBS am Tag der offenen Tür. Die Schülerinnen halten nämlich nicht nur Informationen vor, sondern auch kulinarische Kostproben.

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