140 Lehrer und über 2000 Schüler machen Schule

Geht es um berufliche Grund-, Aus- und Weiterbildung, führt im Nordkreis kein Weg an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Bersenbrück vorbei. Der Plural "Schulen" ist dabei mehr als berechtigt, denn anders als auf wirtschaftliche oder technische Berufsfelder spezialisierte Einrichtungen handelt es sich in Bersenbrück um eine so genannte Bündelschule, die in den unterschiedlichsten Berufen und Bereichen ausbildet.

Diese Vielfalt trägt dazu bei, dass man sich als Regionales Kompetenzzentrum versteht. Schulleiter Thomas Kohne präzisiert: "Wir wollen einerseits der regionalen Wirtschaft ein verlässlicher Partner sein und andererseits den jungen Menschen viele Ausbildungsmöglichkeiten auf der Höhe der Zeit bieten, die eine erfolgreiche berufliche Zukunft begünstigen."

Dass dieser Anspruch auch in der Realität eingelöst wird, bekräftigt Friedmut Wurst, Obermeister der Metallinnung Bersenbrück, indem er ausdrücklich das gute Verhältnis zwischen den Betrieben und der einzigen BBS des Nordkreises lobt. Das freut nicht nur den Schulleiter, sondern auch rund 140 Theorie- und Praxislehrkräfte, die für über 2000 Schülerinnen und Schüler in diesem Sinne Schule "machen".

Dabei können sie auf modernste Technik zurückgreifen. Eine komplett eingerichtete Kfz-Werkstatt, eine hochmoderne Fräse in der Holzwerkstatt, eine "Gourmetküche", die Restaurantansprüchen genügt, ein gerade fertig gestelltes Labor für Versorgungstechnik und nicht zuletzt rund 500 Computer sind nur einige Belege dafür, dass tatsächlich von einer Ausbildung auf der Höhe der Zeit gesprochen werden kann.

Diese findet im Prinzip vor, während und nach der Berufsausbildung statt. Die so genannten Fachschulen, Berufsfachschulen und Berufseinstiegsschulen bieten eine berufliche Grundbildung, die der Ausbildung im Regelfall vorgeschaltet ist, in einigen Bereichen - wie zum Beispiel in der Altenpflege - aber bereits zu einem Berufsabschluss führt. Das Angebot erstreckt sich hier auf die Bereiche Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit, Metall-, Elektro-, Bau- und Holztechnik, Hauswirtschaft, Sozial- und Familienpflege, Altenpflege, Sozialpädagogik, Landwirtschaft, Fahrzeugtechnik und Informatik. Die Absolventen dieser Schulformen besuchen die BBS an fünf Tagen in der Woche.

Anders verhält es sich während der Berufsausbildung im so genannten dualen System. Hier haben die Schüler ein- bis zweimal pro Woche Unterricht, während sie an den restlichen Tagen in den Betrieben praktisch ausgebildet werden. Fast alle bekannten Ausbildungsberufe haben eine Heimat an den BBS, das Angebot reicht von A wie Altenpflegerinnen bis Z wie Zimmermann. Aber auch nach der Lehre kann es noch weitergehen: Der Besuch der 12. Klasse einer Fachoberschule, zurzeit möglich für die Bereiche Wirtschaft, Technik und Sozialpädagogik, ermöglicht innerhalb eines Jahres den Erwerb einer Studienberechtigung für Fachhochschulen.

Vielfalt ist also Programm an den BBS BSB. Und Kohne verspricht: "Wir werden das Angebot weiter ausdifferenzieren, um auf der Höhe der der Zeit zu bleiben."

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