Quakenbrück: Erzieherinnen üben Inklusion

Projekt BBS und Hasetalschule

Bersenbrück. Nicht nur in Schulen, sondern auch in Einrichtungen der Kinder- Jugendhilfe wird Inklusion immer wichtiger. Für das entsprechende Personal ist darum neben der fachlichen Qualifikation die Entwicklung einer inklusiven Haltung von großer Bedeutung. Dem tragen die Berufsbildenden Schulen (BBS) Bersenbrück im Rahmen der Ausbildung zu den staatlich geprüften Erzieherinnen und Erziehern Rechnung.

Das geschieht nicht nur durch theoretische Reflexion, sondern durch praktische Projekte. So besuchten die Schülerinnen und Schüler der Fachschule Sozialpädagogik zwei Monate lang die Hasetalschule in Quakenbrück, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen und geistige Entwicklung.

In Kooperation mit den Lehrkräften vor Ort standen ganz praktische Dinge auf dem Lehrplan. Ein Schwerpunkt war das Thema: Eigene Wohnung mit eigenständigem Einkaufen. So simulierte man gemeinsam die Gestaltung eines eigenen Hauses, stattete dieses mit dem wichtigsten Mobiliar aus und putzte auch gemeinsam die Fenster. Warum, erklärt die 20-jährige Imke Thumann aus Badbergen, Schülerin der Fachschule Sozialpädagogik: „Einige Jugendliche werden demnächst ihre Schullaufbahn beenden und eventuell zu Hause ausziehen. Darum haben wir für das Projekt etwas Lebenspraktisches gewählt, das die Schüler im Alltag direkt umsetzen können.“

Das scheint gelungen, denn nach Abschluss des Projektes schaute man allseits in zufriedene Gesichter. Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher resümierten, dass Inklusion durchaus leb- und machbar sei und ihre Lehrerin Nicole Bußmann freute sich über die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Der begleitende Projektbetreuer der Hasetalschule, Bertram Düser, zog für seine Zöglinge folgendes Fazit: „Alle waren stolz auf ihre Arbeitsergebnisse und konnten wichtige Lernerfolge erzielen. Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit.“

Passt der Tisch? Angehende Erzieherinnen und Schüler(innen) der Hasetalschule übten das Einrichten einer Wohnung. Foto: Wilhelm Brüggemann

(Mit freundlicher Genehmigung: Bersenbrücker Kreisblatt, 6.7.2015)
Artikel und Foto von Wilhelm Brüggemann
Onlineversion der NOZ

Zurück