19 Gesellen in Bersenbrück losgesprochen

Neue Fachkräfte des Metallhandwerks

Bersenbrück. Der „Thronsaal“ der Berufsbildenden Schulen Bersenbrück, auch pädagogisches Forum genannt, war festlich hergerichtet. 19 junge „Metall-Könige“, auch Gesellen genannt, hielten Einzug zu ihren „Krönungsfeierlichkeiten“, auch Lossprechung genannt.

Als erster Redner beglückwünschte der Obermeister der Metallinnung Bersenbrück, Friedmut Wurst, die Junggesellen zur erfolgreichen Ausbildung und stellte die Bedeutung des Handwerks als Träger des Mittelstandes heraus. „Fachkräfte werden gebraucht“, so seine feste Überzeugung, zumal die gute Arbeit des Handwerks weltweit Anerkennung finde. Er bedankte sich auch für die Ausbildungsbereitschaft der regionalen Betriebe und bei der Berufsschule für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Auch Thomas Kohne, Schulleiter der BBS Bersenbrück, befand, dass die Junggesellen stolz auf das Geleistete sein könnten. Er griff einen Spruch aus einer Imagekampagne des Handwerks auf: „Zukunft kommt von Können“, so seine Worte. Und in die Zukunft könne man positiv blicken, denn mit dem Facharbeiterbrief habe man eine Qualifikation erworben, die einer Versicherung gegen Arbeitslosigkeit gleichkomme.

In einem musikalischen Zwischenspiel hob der stellvertretende BBS-Schulleiter Norbert Böhmer die jungen „Handwerker-Könige“ auf den Schild. Er textete den Rio-Reiser-Klassiker „Wenn ich König von Deutschland wär‘“ maßgerecht um und trug zur Gitarre augenzwinkernd vor, dass man nach der Lehre zum Beispiel dem Chef schon mal in die Waden beißen dürfe. „Das alles und noch viel mehr, würd‘ ich machen, wenn ich nicht mehr Azubi wär“, so der Refrain seines Songs, der mit tosendem Applaus bedacht wurde.

Vor der Ausgabe der Gesellenbriefe und Berufsschulzeugnisse ergriff Thomas Feik, Prüfungsvorsitzender und Lehrlingswart der Metallinnung Bersenbrück, das Wort. Er zitierte eine alte chinesische Weisheit: „Wer nach Wissen sucht, gewinnt im Leben Tag für Tag dazu.“ Das habe nach seinen Worten mehr Gültigkeit denn je, denn in einer Zeit ständig neuer Herausforderungen wirtschaftlicher und technischer Art sei die Bereitschaft zum Lernen absolut unentbehrlich und höre nach der Gesellenprüfung nicht auf. Man könne sich aber auch berufsbegleitend weiterbilden, denn gerade die Gesellen seien für das Handwerk unverzichtbar, die jeden Tag mit Freude zur Arbeit gingen und stolz auf die täglich geleistete Arbeit seien.

Könige mit Gefolge: 19 Gesellen des Metallhandwerks mit Lehrern und Ausbildern. In der Mitte der Innungsbeste „Kaiser“ Kai Söllner mit dem Obermeister der Metallinnung Bersenbrück Friedmut Wurst (rechts) und dem Lehrlingswart und Prüfungsvorsitzenden Thomas Feik (links).  Foto: Wilhelm Brüggemann

Die Absolventen

Metallbauer: Tobias Bilgenroth, Zaunbau Meister GmbH & Co KG, Quakenbrück; Manuel Brontsch, Pinke GmbH & Co KG, Neuenkirchen; Andre Fibbe, Heinrich von Benken GmbH, Merzen; Florian Kenkel, Wurst Stahlbau GmbH, Bersenbrück; Richard Klad, Rudolf Root, beide Klaus-Peter Bartlewski Metallbau, Badbergen; Eugen Schneider, Dominik Spierau, beide Renzenbrink GmbH; Bramsche-Engter; Jan Sedlik, Daniel Wild, beide Hülsmann Edelstahl GmbH & Co KG.

Feinwerkmechaniker: Mirko Holstein, Enno Steinkamp, beide Tellen Maschinenbau GmbH & Co KG, Alfhausen; Felix Keck, Eugen Klippenstein, Lukas Roßkamp, Kai Söllner, alle Segler Förderanlagen, Berge.

Industriemechaniker: Matthias Albert, Deutsches Institut für Lebensmittel e. V., Quakenbrück; Arne Ratte, PFAU-Tec GmbH, Quakenbrück; Nico Stojnic, Bartsch-Pumpen GmbH, Wallenhorst.

(Mit freundlicher Genehmigung: Bersenbrücker Kreisblatt, 2.2.2016)
Artikel & Foto: Wilhelm Brüggemann
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