Fürstenauer Firma cdVet besichtigt

Arbeitskreis Schule-Wirtschaft

Der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft des Industriellen Arbeitgeberverbandes Osnabrück-Emsland besuchte jetzt die Fürstenauer Firma cdVet Naturprodukte. Die Pädagogen zeigten sich beeindruckt von der Entwicklung und dem Konzept des Betriebes.

Eine Unternehmergeschichte, oder wie es ein Lehrer ausdrücken würde, ein „Praxisbeispiel“, wie aus dem Bilderbuch: Da hat jemand die Idee, den Antibiotikaanteil in der Tierernährung so weit wie möglich zu reduzieren, fängt in seiner Garage an, Tierergänzungsfutter auf natürlicher Basis herzustellen, und findet sich knapp 20 Jahre später in einem großen Firmenkomplex im Fürstenauer Industriegebiet wieder. Zudem hat er mittlerweile 100 Mitarbeiter, davon zehn Auszubildende, und ist jährlich auf 200 Messen national wie international vertreten. So weit, so erfolgreich.

Viele Fragen der Lehrkräfte

Das, was Clemens Dingmann, der Inhaber der Firma cdVet, „auf die Beine“ gestellt hat, sahen sich jetzt die Mitglieder des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft des Industriellen Arbeitgeberverbandes Osnabrück-Emsland vor Ort an. Der Besuch in Fürstenau reihte sich in das Jahresthema des Arbeitskreises „Tiere als Wirtschaftsfaktor“ ein. „Für mich hat die Erkundung gezeigt, dass sich Lehrkräfte für die regionalen Betriebe interessieren und viele Fragen haben“, betonte Sabine Stöhr, die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Industriellen Arbeitgeberverbandes. Mit dem Arbeitskreis möchten sie zum Dialog von Unternehmen und Schulen beitragen und Live-Einblicke vor Ort ermöglichen. Lehrkräfte sind wichtige Multiplikatoren und geben viel weiter – letztlich stärkt der Austausch die Bildung und auch die Berufsorientierung der Jugendlichen in der Region, betonte Sabine Stöhr.

cdVet als starker Arbeitgeber

Das sehen die Pädagogen genauso: „Die Entwicklung und das Wachstum der cdVet GmbH macht sie zu einem starken Arbeitgeber. Insgesamt neun Auszubildende des Unternehmens besuchen in verschiedenen kaufmännischen Ausbildungsberufen die BBS Bersenbrück“, freut sich Franz-Josef Nieberding, Koordinator Wirtschaft, Verwaltung und Gesundheit an den Berufsbildenden Schulen in Bersenbrück.

Bildungsangebote aufeinander abstimmen

Als Bildungspartner sei es der Schule ein besonderes Anliegen, den Austausch und den Kontakt mit den Unternehmen in der Region zu pflegen, um auch Bildungsangebote aufeinander abzustimmen. Zudem sei interessant, in welchem Umfeld die Auszubildenden an den anderen vier Tagen der Woche eingesetzt seien. An der Expansion und der Internationalisierung von cdVet bestehe hohes Interesse.

Weitere Teilnehmer willkommen

CdVet-Verkaufsleiter Patrick Scholücke war gut damit beschäftigt, die zahlreichen Fragen nach Konzept und Kennzahlen des Unternehmens während seines Vortrages und beim Rundgang durch den Betrieb zu beantworten. „Weitere Schulen sind im Arbeitskreis willkommen“, betonte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin. Er sei keine geschlossene Gesellschaft.

Ein gutes Praxisbeispiel sah sich jetzt der Arbeitskreis „Schule – Wirtschaft“ des Industriellen Arbeitsgeberverbandes Osnabrück-Emsland an. Verkaufsleiter Patrick Scholücke (Fünfter von links) war dabei sowie Thomas Kohne, Schulleiter der BBS Bersenbrück (2. v.r.), F.-J. Nieberding, Koordinator der BBS Bersenbrück (3. v.l.) und Gerd Otten, BBS-Urgestein (ganz links). Foto: Peter Selter

(Mit freundlicher Genehmigung: Bersenbrücker Kreisblatt, 19.12.2016)
Artikel: Peter Selter
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