BBS Bersenbrück verabschieden Fachoberschüler

Auf in neue Welten!

Bersenbrück. Die Aula des Gymnasiums war für die Nachbarn festlich geschmückt. Denn die Räumlichkeiten der BBS Bersenbrück reichten nicht aus, um die zahlreichen Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Fachoberschulen, der Informationstechnischen Assistenten sowie deren Eltern und Freunde in gebührender Weise zu entlassen.

Marion Zuther, Fachlehrerin für Gesundheit an den BBS, führte durch das Programm. Sie bedankte sich zunächst beim Schulleiter des Gymnasiums für die stilvolle Räumlichkeit, aber auch dafür, dass die Bigband des Gymnasiums unter der Leitung von Corinna von Wahlde-Biestmann die Feier musikalisch in exzellenter Weise begleitete.

Hausherr und Schulleiter Falk Kuntze begrüßte seine Gäste und betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und BBS ständig gewachsen sei, wovon das Gymnasium auch ganz praktisch profitiere. So hätten BBS-Schüler z. B. den Spielplatz gestaltet und ein Bienenhotel angefertigt. Er bescheinigte den Fachoberschülern eine fortgeschrittene Reife, da sie ja vielfach bereits eine Ausbildung abgeschlossen hätten. Seine Worte: „Sie brauchen keine Stützräder mehr, denken Sie auch mal ans Bremsen.“

BBS Schulleiter Thomas Kohne stellte aus gegebenem Anlass einen Bezug für Fußball EM her. Er erinnerte daran, dass bei dem kurzen Schuljahr einen Monat weniger „Trainingszeit“ zur Verfügung stand und gratulierte mit den Worten: „Trotzdem haben Sie das schulische Match erfolgreich bestritten.“

Nach einem Zwischenspiel der Bigband trat Berufsschulpfarrer Uwe Brand zur Laudatio ans Mikrofon. Er gratulierte zum schulischen Erfolg und fragte sich, ob die Saat nach einem Jahr der Anstrengungen in einem erweiterten Sinne aufgegangen sei. Dabei erinnerte er an das so genannte „Guerilla gardening“, das ursprünglich das heimliche Aussähen von Pflanzen als Mittel zivilen Ungehorsams meinte. Wenn der Boden, auf dem sie gedeihten, Liebe und Menschlichkeit seien, könnten, so Brand, Wildblumen aufblühen und die Welt ein wenig freundlicher machen. So sei auch das Wirken Jesu zu verstehen, der klar gemacht habe, dass der Mensch wichtiger sei als alles andere. In diesem Sinne forderte er die Schülerinnen und Schüler auf, zu Guerilla-Gärtnern der Liebe und Menschlichkeit zu werden und entsprechende Zeichen zu setzen. „Denn“, so seine Überzeugung, „wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf.“

Vor der Zeugnisübergabe und dem Stürmen des Büfetts bedankte Schülersprecher Christian Reddehase sich noch einmal bei den Lehrerinnen und Lehrern, die „alles gegeben“ hätten, um die Schülerinnen und Schüler auf die Prüfung vorzubereiten.

Dann hieß es endlich im Sinne Einsteins Abschied zu nehmen, den Marion Zuther mit folgenden Worten zitierte: „Abschiede sind Tore in neue Welten.“

Ehrung für besondere schulische Leistungen oder für besonderes soziales Engagement: Jan-Hermann Buschermöhle, Franziska Stöber, Tobias Scheermann, Jan Hendrik Höffmann, Marcel Kuhl, Karsten Tepe, Lena Küthe, Kai Meyer, Johann Töws, Christian Reddehase und Hanna Albers mit ihren Klassenlehrern. Foto: Wilhelm Brüggemann

(Mit freundlicher Genehmigung: Bersenbrücker Kreisblatt, 25.6.2016)
Artikel: Wilhelm Brüggemann
Onlineversion der NOZ

Zurück