Dreijährige Berufsfachschule Pflege

Allgemeines / Ausbildungsziel

Im Jahr 2020 startet die neue generalistische Pflegeausbildung. Es werden die bisherigen Berufsausbildungen der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einer generalistischen Ausbildung mit dem Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“ zusammengeführt. Damit werden die Auszubildenden zur Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen (im Krankenhaus, im Pflegeheim und ambulant in der eigenen Wohnung) befähigt. Nach dem Abschluss der generalistischen Ausbildung ist ein Wechsel innerhalb der pflegerischen Versorgungsbereiche jederzeit möglich. Zudem ermöglichen zahlreiche Fort- und Weiterbildungen sowie verschiedene Pflegestudiengänge, die zum Teil auch ohne Abitur absolviert werden können, eine kontinuierliche Karriereentwicklung. Der generalistische Berufsabschluss wird auch in anderen Mitgliedsstaaten der EU anerkannt.

Der Pflegeberuf bietet eine sinnvolle und befriedigende Tätigkeit nah am Menschen mit einer hohen Arbeitsplatzsicherheit, denn Pflegekräfte werden auf dem Arbeitsmarkt dringend gesucht.

Alle Auszubildenden erhalten eine angemessene Ausbil­dungsvergütung. Lehr- und Lernmittel werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Seit dem 1.8.2014 besteht eine Zertifizierung nach AZAV  (zugelassener Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung). Die Aufnahme von Bewerberinnen und Bewerbern mit Bildungsgutscheinen ist damit möglich.

AZAV-zertifiziertAZAV-zertifizierter Bildungsträger

Informationen vom Bundesministerium für Gesundheit

 

Aufnahmevoraussetzungen

Voraussetzung für die Aufnahme zur Ausbildung Pflegefachfrau/Pflegefachmann ist

  • der Sekundarabschluss I – Realschulabschluss     oder

  • der Hauptschulabschluss zusammen mit dem Nachweis
    a)       einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung von mind. zwei Jahren  oder
    b)       eine erfolgreich abgeschlossenen Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege von mindestens einem Jahr     oder
  • der erfolgreiche Abschluss einer zehnjährigen Schulbildung (Hauptschulabschluss nach Klasse 10)

Auf Antrag und mit Genehmigung der Landesschulbehörde ist eine Verkürzung der Ausbildung möglich

  • um bis zu 2/3 bei erfolgreichem Abschluss einer anderen Ausbildung
  • um 1/3 der Ausbildung bei einer erfolgreich abgeschlossenen Assistenz- oder Helferausbildung

Ausbildung

Die berufliche Ausbildung gliedert sich in einen betrieblichen und einen schulischen Teil.

Schulische Ausbildung an der BFS Pflege

Die Ausbildung in der Schule umfasst 2.100 Stunden fachtheoretischen und fachpraktischen Unterricht sowie 280 Stunden allgemeinbildenden Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Politik und Religion.

Der Unterricht ist in curriculare Einheiten gegliedert, die Kompetenzen in folgenden Bereichen vermitteln sollen:

  • Pflegeprozesse und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen verantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren.
  • Kommunikation und Beratung personen- und situationsorientiert gestalten.
  • Intra- und interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen systemischen Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten.
  • Das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinien reflektieren und begründen.
  • Das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen reflektieren und begründen

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung im Umfang von mindestens 2500 Stunden findet in unterschiedlichen Einrichtungen statt.

Folgende Einsätze sind in der Praxis vorgesehen:

  • Orientierungseinsatz zu Beginn der Ausbildung:
    400 h beim Träger der praktischen Ausbildung
  • Pflichteinsätze von je 400 h in der stationären Akutpflege (Krankenhaus), Langzeitpflege (Pflegeheim) und ambulanten Pflege
  • Pflichteinsatz von je 120 Stunden in der pädiatrischen Versorgung (Kinderheilkunde) und psychiatrischen Versorgung
  • Weitere Einsätze in Beratungsstellen und Rehakliniken möglich
  • Vertiefungseinsatz von 500 Stunden am Ende der Ausbildung beim Träger der Ausbildung

Die Verantwortung für die Organisation der praktischen Einsätze liegt beim Träger der Ausbildung. Die Pflegeschule unterstützt die Ausbildungsträger dabei.

Der/die Auszubildende schließt einen Ausbildungsvertrag mit dem Träger der praktischen Ausbildung ab, also dem Pflegeheim, dem ambulanten Pflegedienst oder dem Krankenhaus. Da die Ausbildung alle Bereiche der Pflege umfasst, werden Teile der praktischen Ausbildung in anderen Einrichtungen der pflegerischen Versorgung durchgeführt.

Anmeldung

Wann sollten Sie sich anmelden?

Bis zum 28. Februar können Sie sich über Schüler-Online über die Homepage bbs-bersenbrueck.de anmelden.

Was brauchen Sie für die Anmeldung?

  • Meldenachweis (unterschriebener Ausdruck nach erfolgreicher Anmeldung über unsere Homepage). Bitte beachten Sie: Eine Anmeldung ist nur online möglich!
  • Tabellarischer Lebenslauf mit Bild
  • Beglaubigte Kopie des letzten Zeugnisses der Sekundarstufe I  sowie der zuletzt besuchten Berufsbildenden Schule bzw. Zeugnis über den Berufsabschluss / Gesellenbrief
  • Nachweis eines geeignete Ausbildungsplatzes (Träger der praktischen Ausbildung) in der stationären Langzeit- oder Akutpflege oder ambulanten Pflege.
    Die Schule kann bei der Suche eines geeigneten Trägers behilflich sein.

Am 1. Schultag sind zu Beginn des Unterrichtes abzugeben:

  • Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis Anlage N
  • Nachweis über die gesundheitliche Eignung
  • Abschlusszeugnis Sekundarstufe I
  • Vertrag über die praktische Ausbildung


Bitte verwenden Sie keine Bewerbungsmappen  
oder Klarsichtfolien (Umweltschutz).

Ansprechpartnerinnen:

Frau Glandorf (Bildungsgangleitung Pflege) und Frau Többe-Hömke